Kindler und Verlinden unterstützen "Aktionsbündnis gegen Gasbohren"

Mehr als 12000 Unterschriften des "Aktionsbündnisses Bad Fallingbostel" an Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Bundestag übergeben Die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Sven-Christian Kindler und Julia Verlinden, haben mehr als 12.000 Unterschriften gegen Gasbohrungen im Heidekreis und im Landkreis Rotenburg an den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschuss im Bundestag übergeben.

28.10.19 –

Mehr als 12000 Unterschriften des "Aktionsbündnisses Bad Fallingbostel" an Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Bundestag übergeben
Die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Sven-Christian Kindler und Julia Verlinden, haben mehr als 12.000 Unterschriften gegen Gasbohrungen im Heidekreis und im Landkreis Rotenburg an den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschuss im Bundestag übergeben. Die Abgeordneten hatten die Unterschriften vom "Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel" bei einem Treffen in Dorfmark entgegen genommen und versprochen, ihr Anliegen nach Berlin zu tragen. Die Initiative will auf Risiken der Erdgasförderung aufmerksam machen. Sie wendet sich gegen neue Bohrungen für Erdgas und Erdöl und gegen die Reaktivierung alter Bohrstandorte.
"Wir unterstützen die Kritik der Initiative an neuen Öl- und Gasbohrungen. Die Aktivitäten der Öl- und Gasunternehmen sind nicht nur gefährlich. Sie sind angesichts von Energiewende und Klimaschutz nicht mehr zeitgemäß. Notwendig ist vielmehr der zügige Ausstieg aus der Nutzung von Öl und Gas", sagt Julia Verlinden.
Sven-Christian Kindler weist auf die bereits bekannten Risiken der Öl- und Gasförderung in der Region hin: "Wir haben besonders in der Region Rotenburg nicht nur eine Vielzahl ungeklärter Krebserkrankungen. Auch Erdbeben und Verschmutzungen des Grundwassers sind gefährliche Begleiterscheinungen der Erdgasförderung. Damit muss Schluss sein. Deshalb brauchen wir nicht zuletzt eine unabhängige und strengere Kontrolle der Unternehmensaktivitäten vor Ort."
Die Grünen haben diese Woche im Ausschusses für Wirtschaft und Energie den Antrag "Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen" aufgesetzt und darüber abstimmen lassen. Darin fordern sie u.a., die Regelungen für Erdgasbohrungen weiter einzuschränken, und das Vorsorgeprinzip zum Schutz von Gesundheit und Natur ernst zu nehmen. Sämtliche Abgeordnete von CDU/CSU und SPD sahen hingegen "keinen Handlungsbedarf" beim Thema Erdgasbohren und stimmten gegen den grünen Antrag.


Grüner Antrag "Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen" unter (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/048/1904859.pdf)

Auf dem Foto: Julia Verlinden, Sven-Christian Kindler, Klaus Ernst (Vorsitzender des Ausschusses "Wirtschaft und Energie")

Kategorie

2019 | Boden | Energie | Fracking | Landdtag NDS | Umwelt | Verbraucherschutz | Wasser

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