
24.07.21 –
Umfangreiche Messreihen in Buchenwäldern und Kiefernforsten in Norddeutschland aus den Hitzesommern 2018 und 2019 bestätigen sehr konkret: Wird das Kronendach um 10 % geöffnet, steigen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen um ungefähr ein halbes Grad Celsius. Kiefernforste zeigen ein unterdurchschnittliches Kühlungsvermögen, sobald das Kronendach weniger als 82 % geschlossen ist.“
In biomassearmen Kiefernforsten fiel die durchschnittliche Höchsttemperatur um 9°C höher aus, als in relativ holzreichen Buchenwäldern. Werden allein Kiefernbestände betrachtet, zeige sich ebenfalls ein erheblicher Einfluss der Nutzungsintensität: Während des heißesten Tages im Jahr 2019 betrug der Unterschied der Temperaturspitzen zwischen jenen mit relativ dichtem Kronendach (72 %) und solchen mit einem besonders offenen (46 %) mehr als 13°C. Prof. Dr. Pierre Ibisch fasst zusammen: „... Höhere Biomassevorräte und ein geschlossenes Kronendach sind eine Versicherung gegen extreme Witterungen“.
Link: Blumroeder, Jeanette S., Felix May, Werner Härdtle und Pierre L. Ibisch (2021) Forestry contributed to warming of forest ecosystems in northern Germany during the extreme summers of 2018 and 2019. Ecological Solutions and Evidence. DOI 10.1002/2688-8319.12087. Link zum Artikel und zur Zeitschrift: https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/2688-8319.12087.
Link:
www.forstpraxis.de/zuendstoff-von-ibisch-macht-licht-den-wald-kaputt/
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2021 | Klimawandel | Umwelt
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